StartseiteTeamLeistungenArtikelPartnertreffenIntern

Allgemein:

Startseite

Sitemap

AGB

Impressum

Lieferantenmanagement und Lieferantenentwicklung in Deutschland
Herr Wänke von der Unternehmensberatung TQM 2000 referierte zu dem Thema Lieferantenmanagement und Lieferantenentwicklung und löste beim "Club der Besten" eine rege Diskussion der teilnehmenden Unternehmen aus.

Hier nun eine Zusammenfassung seines Beitrags:

Ausgangsposition bildeten folgende Bedingungen

Die Auswirkungen sind die bekannten Qualitätsprobleme in der Konsumgüter- und Automobilindustrie (Rückrufe, Absatz- und Effizienzentwicklungen), der Luft- und Raumfahrt (Airbus) und anderen Branchen. Diese Entwicklungen sind trotz steigender Zahlen zertifizierter ISO 9001 Unternehmen zu sehen.
Den Hauptaugenmerk für die Verbesserung der Situation legte Herr Wänke auf die 3 Erfolgsaspekte der Balenced Scorecard:Kundenorientierung – Dynamische Marktanalysen durch Jedermann der Kundenkontakt hat. Systematische Ermittlung der „Besonderen Kundenmerkmale“ (mit den Zielen der Betriebswirtschaft), der strukturierten Planung und Durchführung von Risikoanalysen mit der abgeleiteten Produktionslenkung (einschließlich Beschaffung). Deshalb empfahl Herr Wänke künftig die „Kundenbeauftragten“ (Vertrieb) zu den Projektleitern zu entwickeln. Diese sollten technisch kaufmännische Mitarbeiter sein, die die Methoden des Projektmanagement und Qualitätsvorausplanung beherrschen.Produkt- und Prozessentwicklung als ein muss mit Qualitätsvorausplanung und übergreifenden Projektmanagement in der Lieferkette Verbraucher / Kunde – Lieferant – Unterlieferant (Zitat: „Entwicklung muss der Produktion und dem Verbraucher Spaß machen“)Das bedeutet, dass die Entwickler sich wieder mehr interessieren für die Produktion und deren Qualitätssituation und die Kundenzufriedenheit der Endverbraucher. Das bedeutet: Mehr Erkenntnisse durch Vorbeugung / Risikoanalysen zu gewinnen anstatt laufend zu Ändern oder die Qualität nur durch Validieren und Prüfen zu erkennen. Es ist schon beängstigend wenn wir als Organisationsweltmeister nach Japan (Toyota Prinzip) schielen müssen um zu erkennen, das man „Robust“ entwickeln muss. Haben das nicht schon die alten Entwickler so gemacht?
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Zusammenarbeit in der Lieferkette. Oft sind die sogenannten Qualitätssicherungs- Verfahrensanweisungen (QSV) gar keine Vereinbarungen zweier interessierter Partner sondern m ehr Diktate einer Partei. Man befasst sich mehr mit Klauseln in den Verträgen für spätere Absicherungen als für die Organisation eines gemeinsamen übergreifenden Projektes. Bei Reklamationen und Rückrufen haben dann beide Partner ein Problem (Kosten, Image).
Herr Wänke erläuterte den Teilnehmern seine Formel zur Ermittlung des Lieferantenrisikos vor der ersten Lieferung. Dabei hielt er sich an die Formel der FMEA (Risiko = B x A x E )
Der Kennzahlen für den Beschaffungsprozess sollte deshalb nach den Lebenszykluskosten des Materials / Betriebsmittel ermittelt werden:
Einkaufskosten + zugehörige Investitionen + Logistik- / Lagerkosten + Managementkosten
für Betreuung (Reisekosten) + Kosten für Prüfen in Deutschland + Nacharbeit, Ausschuss, Reklamationen, Sortierung, Rückruf u.a.

Personalentwicklung – Bildungsoffensive nicht nur als Schlagwort, sondern eine gut angelegte Investition für die Erfolgsgarantie. Wer muss was bis wann können um die
geplanten Zielstellungen zu erreichen. Neben den „weichen Themen der Führung“ benötigen
die Führungskräfte Kenntnisse zu den Methoden der Kreativität / Innovation, des
Vorausplanens und der dauerhaften Problemlösung. Six Sigma Methoden im Projekt anzuwenden ist sinnvoller als später für die Reduzierung der Kosten.
Hier muss ein deutlicher Ruck in unseren „Personalverwaltungen“ erfolgen, um diese Anforderungen für die Führungskräfte zur Personalentwicklung sichern zu können.

Herr Wänke hob auch im Zusammenhang mit dem vorangegangenen Beitrag der Preisverleihung (Ludwig Erhard Preis) hervor, wieder eine eigenständige deutsche Qualitätskultur zu entwickeln. Da Deutschland keine ausreichenden Rohstoffe hat und die Löhne höher wie im Ausland sind, bleibt uns nur die Chance durch Bildung diese Wettbewerbsnachteile auszugleichen.